Du wurdest enttäuscht? Herzlichen Glückwunsch, dann wurdest du von deinem Irrglauben befreit.
Blöd nur, dass es sich für dich vermutlich so ganz und gar nicht nach Befreiung anfühlt. Im Gegenteil, wahrscheinlich hat die Enttäuschung all deine Hoffnungen zerstört! Unter Umständen bist du gekränkt, fühlst dich traurig, wütend oder zornig. Wut, Trauer und Zorn sind Gefühle, die wir bei einer Enttäuschung am meisten spüren. Wir fühlen uns von anderen oder vom Leben betrogen.
Dabei sind Enttäuschungen nicht per se etwas Schlechtes. Wie du Enttäuschungen überwinden und sogar noch daran wachsen kannst, das will ich dir verraten…

Enttäuschung - was ist das?
Enttäuschung bedeutet, du wurdest ent-täuscht. Du bist aus deiner Täuschung aufgewacht. Du kannst nun erkennen, dass die Realität nicht deinen Wünschen, Hoffnungen und deinen Erwartungen entspricht. Das kann manchmal ganz schön hart sein.
Wir alle haben eine gewisse Vorstellung von unserem Leben oder wie wir das eine oder andere in unserem Leben gerne hätten. Das bedeutet, wir haben Erwartungen, wie etwas sein oder laufen soll. In dieser Erwartung stellen wir uns die Menschen und Situationen so vor, wie wir sie gerne hätten. Aber die anderen scheren sich oft nicht nach unseren Erwartungen, Wünschen und Hoffnungen. Treten unsere Erwartungen ein, freuen wir uns und wir haben ein gewisses subjektives Vertrauen in uns und das Leben. Werden unsere Erwartungen jedoch nicht erfüllt und es kommt anders als wir es erwartet, erhofft oder gewünscht hatten, dann sind wir ent-täuscht und fühlen uns von anderen oder gar vom Leben hintergangen.
Eine Enttäuschung hat ihren Ursprung meist in uns selbst
Dass wir Enttäuschungen erleben, daran sind wir meist nicht ganz unbeteiligt. Auch wenn das keiner gerne hören mag, unsere Enttäuschung hat ihren Ursprung in zu hohen oder falschen Erwartungen, oder dass wir uns haben täuschen lassen. Vielleicht haben wir die andere Person oder die Situation falsch eingeschätzt. Vielleicht haben wir auch einzelne Aspekte einfach übersehen oder ausgeblendet. Oder wir konnten manche Aspekte überhaupt nicht wahrnehmen, weil uns bislang die Erfahrung in diesem Kontext fehlte.
Egal, was es letztendlich war,
eine Enttäuschung hat ihren Ursprung
meist in uns selbst.
Das bedeutet jedoch auch, dass uns Enttäuschungen im Leben ziemlich sicher immer wieder begegnen werden.
Enttäuschungen gehören demnach einfach zum Leben dazu. Sie lassen sich nicht einfach so abschalten und es nutzt uns auch nichts, wenn wir andere dafür verantwortlich machen. Wenn wir anderen die Schuld zuschieben, geben wir ihnen Macht über uns und wir fühlen uns als Opfer. Willst du das?
Wäre es da nicht viel besser, Enttäuschungen zu überwinden und loszulassen, um letztendlich auch daraus zu lernen?
Keine Enttäuschung ohne Erwartung
Bevor wir enttäuscht werden, müssen wir Erwartungen haben. Erwartungen daran, wie eine andere Person sein oder sich verhalten sollte, oder wie eine Situation ablaufen sollte. Wenn sich diese Erwartung nicht erfüllt oder unsere Bedürfnisse nicht befriedigt werden kommt es zur Enttäuschung.

Heißt das nun, dass wir keine Erwartungen mehr haben sollen?
Ohne Erwartungen wäre unser Leben sicherlich weitaus einfacher und glücklicher. Aber, ein Leben ganz ohne Erwartungen ist doch wohl eher unwahrscheinlich. Unsere Erwartungen entwickeln sich aus unseren Erfahrungen und unseren Werten. Diese wiederum unterstützen uns darin, das Leben zu strukturieren und einschätzbar zu machen. So erwarten wir im Geschäftsleben beispielsweise, dass sich der Geschäftspartner an den Vertrag und die Regeln hält. Hier sind Erwartungen sogar sehr hilfreich. Es gibt also kein Leben ganz ohne Erwartungen.
Enttäuschung erkennen und annehmen
Wenn du nun entdeckst, dass du über etwas oder jemand enttäuscht bist, gilt es diese Enttäuschung erst einmal anzunehmen. Nicht selten kommt es vor, dass wir auch über uns selbst enttäuscht sind. Darüber, dass wir etwas nicht geschafft haben oder uns anders verhalten haben, wie ursprünglich vorgestellt.

In dem Moment, in dem wir nun erkennen, dass wir enttäuscht sind spüren wir meist Gefühle von Wut, Ärger, Frust, Ohnmacht und/oder Traurigkeit. So gerne würden wir diese Gefühle nun den anderen spüren lassen oder suchen Erklärungen, weshalb es bei uns selbst nicht so geklappt hat, wie wir uns das vorgestellt hatten. Doch nun heißt es erst einmal, das Gefühl anzunehmen und zu akzeptieren.
Nicht der andere macht das Gefühl in dir, nein, das machst du selbst, mit deiner Bewertung. Deshalb kannst du es auch nur in dir selbst „heilen“. Übernimm die Verantwortung für deine Enttäuschung und deine Gefühle. Werde dir deiner Erwartungen und deiner Bewertungen zu dieser Situation bewusst. Was davon hat zu deiner Enttäuschung geführt?

Enttäuschung überwinden
Um die Gefühle, die bei einer Enttäuschung auftreten überwinden zu können, hat es sich bewährt, diese Gefühle auf ein Blatt Papier zu schreiben. Schreibe alles auf, was sich an Gedanken und Emotionen in dir aufgestaut hat.
Nachdem du dir deiner Erwartungen und Bewertungen zu der Situation oder der Person, über die du enttäuscht bist, bewusst gemacht hast, kannst du dir überlegen, wo deine Erwartungen zu hoch, möglicherweise sogar unrealistisch waren. Wo könntest du Erwartung runterschrauben? Wenn es sich um enttäuschte Liebe oder Freundschaft handelt, kannst du dir auch die Frage stellen: Wo haben ich den Kontakt zur anderen Person verloren, dass wir plötzlich so unterschiedliche Vorstellungen entwickeln konnten?
Möglicherweise gelingt es dir durch diese Selbstreflexion bereits ein klärendes Gespräch mit der anderen Person zu führen. Hier kann es hilfreich sein, zunächst darauf einzugehen, dass einfach unterschiedliche Vorstellungen und Erwartungen zu dieser Situation geführt haben.
Einen solchen Dialog kannst du auch mit dir selbst führen, wenn du dich selbst enttäuscht hast. Hierfür kannst du die unterschiedlichen Vorstellungen und Erwartungen auch auf ein Blatt Papier schreiben, wie du es mit den Gefühlen bereits gemacht hast.
Wenn du nun all deine negativen Gefühle, deine unerfüllten Erwartungen und Vorstellungen aufgeschrieben hast, hat es sich bewährt, die Zettel zu zerreißen oder wenn möglich zu verbrennen.
Durch das Aufschreiben bekommst du Abstand zu deiner Enttäuschung und den dazugehörigen Gefühlen und durch das Zerreißen oder Verbrennen der Zettel lässt du es los.
Viele verspüren danach eine große Erleichterung.
In unserem „leicht-er-leben-Coaching“ erfahren unsere Klienten außerdem, welche ihrer Bedürfnisse sie überhaupt erst in diese Erwartungshaltung gebracht haben und sie lernen, wie sie damit umgehen können. So können bisherige Enttäuschungen heilen und eventuell neu auftretende Enttäuschungen leichter überwunden werden.
Beitrag teilen
Folge uns und erhalte weitere Impulse für deinen Alltag:
Pingback: Glaubenssätze: So erkennst und transformierst du negative Glaubenssätze
Pingback: enjoy the moment - tanke Kraft im Hier und Jetzt - Lebensfreude-Academy
Pingback: Lebensrollen: Spielst du die Hauptrolle in deinem Leben? -
Pingback: Bodyscan: Dein Körper – dein bester Freund? - Lebensfreude-Academy
Pingback: Selbsterkenntnis: Der Partner als Spiegel - Lebensfreude-Academy
Pingback: Wenn Liebe schmerzt , du unglücklich verliebt bist-Lebensfreude-Academy
Pingback: Wenn das Leben aus der Balance gerät - Lebensfreude-Academy
Pingback: Wer bestimmt dein Leben? Deine Gedanken und Gefühle oder du?
Pingback: Schlafstörungen: 5 Tipps was du bei Schlafproblemen tun kannst
Pingback: Wie eine Löffelliste dein Leben positiv verändern wird
Pingback: Loslassen: Warum fällt es nur so schwer? - Lebensfreude-Academy
Pingback: Mit Lebensfreude zum Weltrekord beim internationalen Speaker Slam
Pingback: Tipps gegen Liebeskummer - diese 9 SOS Tipps helfen wirklich - Lebensfreude-Academy
Pingback: Liebeskummer-Phasen: Die 5 Phasen einer Trennung
Pingback: Liebe und Beziehung: Jeden Tag wie frisch verliebt
Pingback: Liebe ohne Vertrauen - geht das? - Lebensfreude-Academy
Pingback: Beziehungsstreit lösen - so geht´s - Lebensfreude-Academy
Pingback: Was dein Selbstwertgefühl mit deiner Beziehung zu tun hat
Pingback: Loslassen: Ein paar Gedanken zum Loslassen... - Lebensfreude-Academy
Pingback: Spuren hinterlassen: Lebensfreude-Adventskalender Tag 1 -
Pingback: Bei sich ankommen: Lebensfreude-Adventskalender Tag 2 -
Pingback: Zum Lachen - Lebensfreude-Academy
Pingback: Erwartungen loslassen - Lebensfreude-Academy
Pingback: Erwartungen an Weihnachten - Lebensfreude-Academy
Pingback: Beziehungscoaching: Beziehung klären - stärken - bereichern
Pingback: Verbundenheit fühlen - Lebensfreude-Academy
Pingback: Schlüssel zur Harmonie - Lebensfreude-Academy
Pingback: Wie beeinflussen uns Beziehungen? - Lebensfreude-Academy
Pingback: Sedona-Methode: Loslassen von negativen Gefühlen
Pingback: Immer wieder „gute Vorsätze“? - Lebensfreude-Academy
Pingback: Ängste können dich blockieren. Wovor hast du Angst?
Pingback: Was tun, wenn ich keine Freude mehr empfinde? - Lebensfreude-Academy
Pingback: Lebensfreude - So kann sie uns krank machen -
Pingback: Warum die Zeit im Urlaub viel zu schnell vergeht - Lebensfreude-Academy
Pingback: Schenk dir ein Lächeln: Lebensfreude-Adventskalender Tag 3 -
Pingback: Besser abgrenzen: Lebensfreude-Adventskalender Tag 4 -
Pingback: 5 Minuten sorgenfrei -
Pingback: Gutes tun: Lebensfreude-Adventskalender Tag 6 - Lebensfreude-Academy
Pingback: Duschen mal anders... - Lebensfreude-Academy
Pingback: Zwei Wölfe – der Kampf in uns - Lebensfreude-Academy
Pingback: Nicht ärgern - So gelingt es - Lebensfreude-Academy
Pingback: Ich gebe mehr in der Beziehung und es kommt nichts zurück
Pingback: Die 5 Sprachen der Liebe und was es braucht sich gut zu verstehen
Pingback: Bindungsangst: Die Angst sich einzulassen
Pingback: Phubbing: So beeinträchtigt es deine Beziehungen
Pingback: Beziehungs-Burnout - Wenn Liebe krank macht
Pingback: Achtsamkeit in der Partnerschaft - Lebensfreude-Academy
Pingback: Verlorene Leichtigkeit in der Beziehung zurückgewinnen
Pingback: Gedankenkarussell stoppen - Lebensfreude-Academy
Pingback: Warum passiert das immer mir? - Lebensfreude-Academy
Pingback: Streit im Urlaub: Endlich Urlaub und dann Zoff! - Lebensfreude-Academy
Pingback: Gedanken über Beziehung - Lebensfreude-Academy
Pingback: Vom Umgang mit Zweifeln - Lebensfreude-Academy
Pingback: Achtsamkeit als Schlüssel zu Ruhe, Gelassenheit, Verbundenheit
Pingback: Wahrnehmung in Beziehungen
Pingback: Eifersucht: Die Angst den Partner zu verlieren - Lebensfreude-Academy
Pingback: Die innere Crew - Lebensfreude-Academy
Pingback: Du bist NICHT deine Gedanken! Endlich Schluss mit dem Mindfuck - Lebensfreude-Academy
Pingback: Vom Ärger, der sich über sich selbst ärgerte - Lebensfreude-Academy
Pingback: Die verborgene Macht der Bindungsmuster - Lebensfreude-Academy
Pingback: Projektionen in Beziehungen - Dein Partner ist nicht das Problem
Pingback: Ehrliches Mitteilen - Lebensfreude-Academy
Pingback: Maske als Schutzstrategie: Hinter welcher Maske versteckst du dich? - Lebensfreude-Academy