Ich gebe mehr in der Beziehung und es kommt nichts zurück. Ein Paar Hand-in-Hand im Sonnenuntergang und das sich den Rücken zukehrt.

Ich gebe mehr in der Beziehung und es kommt nichts zurück

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Ich gebe mehr in der Beziehung und es kommt nichts zurück! Kommt dir das bekannt vor? Kennst du das Gefühl, dass immer du derjenige oder diejenige bist, die nach einem Streit oder einer Auseinandersetzung auf die oder den anderen zugeht? Kommt es dir so vor, dass du ständig am GEBEN und GEBEN und GEBEN bist, aber es kommt kaum noch was zurück?
Und hast du manchmal Gedanken, wie: Ich kann und will nicht mehr! Jetzt, soll doch endlich mal er oder sie auf mich zugehen und den ersten Schritt machen?

Ich gebe mehr in der Beziehung und investiere so viel

Du gibst und investierst so viel in deine Beziehung, aber es kommt kaum etwas zurück. Gefühlt ist der Liebestank schon längst auf Reserve und wartet dringend darauf, aufgetankt zu werden. Aber du hast kaum noch Hoffnung, dass dein Partner oder deine Partnerin dir die so dringend notwendige Aufmerksamkeit und Liebe schenkt, um den Tank wieder aufzufüllen

Wenn der Liebestank auf Reserve steht

Vielleicht hattet ihr mal wieder eine Auseinandersetzung. Du fühlst dich verletzt, ungerecht behandelt und jeder von euch hat sich in sich zurückgezogen. Bisher warst immer du die Person, die den ersten Schritt gemacht hat. Die versucht hat, wieder einzulenken, die gefühlt „gegeben“ hat.

Jetzt kannst und willst du nicht mehr. Dein „Liebestank“ ist leer. Und jetzt erwartest du, dass dein Partner oder deine Partnerin doch gefälligst mal von sich aus auf dich zugehen kann.

Du fühlst dich leer, hast nichts mehr zu geben und wünschst dir nichts mehr, als dass diese Leere gefüllt wird. Und ja, sehr viele kennen es nicht anders und denken, dass dies vom anderen kommen muss. Dass diese Leere nur von außen gefüllt werden kann.

Innere Leere und ein Gefühl von Mangel

Dieses Gefühl der Leere und dieses Bedürfnis, dass diese Leere nur von außen gefüllt werden kann, um uns erfüllt zu fühlen, kommt aus einem Gefühl des Mangels heraus.

Und ein solches Gefühl von Mangel lässt uns zwangsläufig leiden…

Wenn wir denken, dass es uns an Liebe mangelt, gehen wir davon aus, dass Liebe ein begrenztes Gut ist. Aber ist es so? Ist Liebe wirklich ein begrenztes Gut?

Ist Liebe ein begrenztes Gut?

Wenn wir glauben, Liebe ist ein begrenztes Gut und möglicherweise nur von kurzer Dauer, wird es verständlich, dass wir die Liebe festhalten wollen. Ganz fest wollen wir sie halten und möglichst nie mehr loslassen, wenn wir sie einmal haben. Und freiwillig etwas davon abgeben? Niemals! – Außer, wir bekommen etwas zurück. Doch damit wird die Liebe zum Tauschgeschäft – liebst du mich, dann lieb ich dich… gibst du mir Aufmerksamkeit, dann geb ich dir Aufmerksamkeit. Und gibst du mir nicht das, was ich brauche, dann gebe ich dir auch nichts mehr! 

Aber so kann die Liebe nicht mehr fließen…

Wir stecken fest in einer Schleife, aus Taktieren und Verhandeln, was uns mehr und mehr den Mangel spüren lässt. Das Ergebnis: Wir leiden und zweifeln an der Beziehung…

Das Tragische dabei ist, dass wir uns damit von dem abschneiden, was wir uns so sehr wünschen.

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Ich gebe mehr in der Beziehung - ein Perspektivenwechsel

Erinnere dich an dieser Stelle einmal an die Zeit, in der du verliebt warst…

Wie ging es dir in dieser Zeit? War es nicht so, dass LIEBE überall war? – In jeder Blume, in jedem Gesicht, selbst beim griesgrämigen Nachbarn? Alles fühlte sich so leicht und so einfach an. Du warst erfüllt mit Liebe, so sehr, dass du fast schweben konntest. Da war so viel von diesem wundervollen Gefühl der Liebe, da gab es keinen Zweifel: Liebe ist überall und die Vorstellung, dass diese Liebe irgendwie „begrenzt“ sein sollte, war völlig unmöglich. Du spürtest die Liebe in dir und hast sie ausgesendet… du hast sie gegeben – jedem. Du hast keinen Unterschied gemacht, ob du vorher ein Lächeln, eine liebe Bemerkung, ein zuvorkommendes Verhalten, also Liebe in einer ihrer Ausdrucksformen bekommen hast oder nicht. Du hast Liebe von dir heraus einfach ausgestrahlt.

Spür mal für einen Moment diesem Gefühl nach… Geh in Gedanken in diese Vorstellung… Wie haben die anderen auf dich reagiert?

War es nicht so, dass du dieses Lächeln und die Liebe um ein Vielfaches zurückbekommen hast? – Dass du gegeben und noch mehr empfangen hast?

Ich gebe mehr in der Beziehung - ein Experiment...

Tu doch mal so, als wäre Liebe im Überfluss da… so wie die Luft zum Atmen… du kannst sie in dir aufnehmen, durch dich fließen und dich erfüllen lassen… und sie wieder weitergeben… es ist genug für alle da…

Es ist nur unser Denken, das Liebe zu einem begrenzten Gut macht.

Sobald wir Liebe zurückhalten und in die Erwartungshaltung gehen, wir müssten sie von außen, von unserem Partner oder unserer Partnerin bekommen, verursachen wir in uns selbst eine Blockade und lösen damit dieses Gefühl von Mangel aus.

Diese Blockade, die wir selbst verursachen, können wir aber auch nur selbst wieder in unserem Inneren lösen. Es ist eine Tür, die wir selbst von innen zugemacht haben. Diese Tür lässt sich auch durch nichts und niemanden von Außen öffnen. Auch wenn wir selbst in diesem „Zustand“ glauben, dass wir nur von außen erlöst werden können, sind wir es, die die Tür von innen aufmachen müssen.

Beantworte dir selbst folgende Fragen:

  • Was wünschst du dir von deinem Partner oder deiner Partnerin?
  • Was denkst du, wird dir von ihm oder ihr vorenthalten?
  • Ist es das ernsthafte Interesse an dem, was dir wichtig ist?
  • Eine dir zugewandte und aufmerksame Haltung?
  • Wertschätzung
  • Gemeinsame Zeit und gemeinsame Unternehmungen?

Wie wäre es, wenn du das, was du dir von deinem Partner oder deiner Partnerin wünschst, erst einmal dir selbst schenkst. Und dann in einem zweiten Schritt genau dieses Geschenk deinem Partner bzw. deiner Partnerin machst?

Vielleicht kommen hier an dieser Stelle nochmal Gedanken wie: Da gehe ich aber doch in Vorleistung. Dann gebe ich ja schon wieder mehr in der Beziehung und bekomme vielleicht nichts zurück.

Wenn du solche Gedanken bei dir entdeckst, frage dich bitte: Was habe ich an dieser Stelle zu verlieren? Wovor habe ich Angst? Was befürchte ich?

Möglicherweise kommen dann Antworten wie: Dass ich nichts zurückbekomme, dass ich noch weniger habe und mich noch schlechter fühle…

Ich gebe mehr in der Beziehung - vielleicht doch nicht so schlecht?

In diesem Moment lade ich dich ein, dich an die Tür zu erinnern, von der ich vorher gesprochen habe. Wenn du die Tür zulässt, kann in keinem Fall etwas reinkommen. Der erste Schritt ist also, zuerst einmal die Tür zu öffnen… dich zu zeigen… vielleicht auch zum ersten Mal dich mit deinen Bedürfnissen ehrlich zu zeigen, und sie deinem Partner oder deiner Partnerin mitzuteilen. Damit bringst du die Liebe wieder zum Fließen. 

Ich lade dich hier wirklich ein, diesen ersten kleinen Schritt zu gehen und die Tür von innen zu öffnen. Dich zu zeigen… du kannst ganz langsam damit beginnen…

Lass die Liebe wieder fließen und zeige dich echt

Wenn du deine Bedürfnisse noch nicht mitteilen kannst oder magst, dann probiere es damit, dass du deinem Gegenüber das gibst, was du dir wünschst.

Beispielsweise kannst du dir Zeit nehmen und ihn oder sie mit offenem Blick und offener Körperhaltung fragen, wie es ihm oder ihr geht, oder was er oder sie sich wünscht.
Überrasche deinen Partner oder deine Partnerin mit seinem oder ihrem Lieblingsessen, lade ihn oder sie zu einem Film ins Kino ein, den er oder sie sich immer schon mal ansehen wollte.

Zeige du dich so, wie du bist mit Interesse an deinem Gegenüber und lass dich überraschen, was passiert. 

Vielleicht wünschst du dir zu Beginn bei diesem Experiment und Perspektivenwechsel noch eine kleine Unterstützung. Dann melde dich bei uns – wir sind gerne für dich da.

Alles Liebe
Deine Sylvia

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1 Kommentar zu „Ich gebe mehr in der Beziehung und es kommt nichts zurück“

  1. Pingback: Treue in der Partnerschaft - Lebensfreude-Academy

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