Was tun, wenn ich keine Freude mehr empfinde - Lebensfreude-Academy

Was tun, wenn ich keine Freude mehr empfinde?

Manchmal kann es schwerfallen Freude und Glück zu empfinden. Wer dann noch zu hören bekommt: „Ach, stell dich nicht so an. Schau doch mal, wie gut es dir doch geht. Du hast doch im Grunde alles, was willst du denn noch?“, der fühlt sich meist noch trauriger und frustrierter als vorher. Betroffene wissen meist selbst, dass es ihnen „eigentlich“ gut gehen sollte. Dennoch können sie keine Glücksgefühle und keine Freude mehr empfinden. Sie fangen an, an sich zu zweifeln und setzen sich damit noch mehr unter Druck. Doch dieser Kreislauf kann durchbrochen werden.

Ich habe keine Freude mehr

Empfindest du keine Freude mehr? Dann kann es daran liegen, dass du Gefühle unterdrückst. Du bist nicht in deiner Kraft. Du unterdrückst etwas, um es nicht spüren zu müssen. Du erlaubst dir nicht, deine Gefühle zu fühlen. Du hast Angst, von deinen Gefühlen überwältigt zu werden. Du glaubst, deinen Gefühlen hilflos ausgeliefert zu sein, wenn sie erst einmal hochgekommen sind.

Möglicherweise fühlt es sich für dich so an, als hättest du einen Schutzwall um dich herum. Du nimmst vieles nur noch „gedämpft“ wahr. Viele bauen sich so einen Schutzwall auf, um Verletzungen oder Kränkungen nicht mehr spüren zu müssen. In diesem Fall kommen aber auch die anderen Gefühle, wie Freude oder Glück nicht mehr durch. Was ursprünglich als Lösung diente, ist nun zum Problem geworden. 

Je mehr du dich anstrengst, dich auf Freude und Glücksgefühle zu konzentrieren, umso frustrierender wird es für dich, wenn es nicht klappt. Du siehst zwar die schönen Blumen und den blauen Himmel, aber es bedeutet dir nichts. Du spürst kein Gefühl dazu. Man könnte auch sagen, es kommt nicht bei dir an. 

Gleichzeitig hörst du eine Stimme in dir, die dir sagt, wie schön doch die Blumen, die Sonne und der Himmel sind und dass du doch dankbar sein müsstest. Und schon geht es los: Du kämpfst gegen dich selbst!

Ein innerer Dialog, der keine Freude mehr zulässt

Bei einem solchen inneren Dialog hast du ziemlich sicher mindestens zwei Stimmen im Kopf. Eine Stimme, die dir sagt: „Es geht dir doch gut. Stell dich nicht so an. Andere kriegen das schließlich auch hin“. Und eine andere Stimme, die dir sagt: „Ich kann nicht mehr, es ist alles nur noch anstrengend. Was soll das noch bringen, ich mache ja sowieso alles falsch. Ich werde nie gut genug sein.“ 

Diese Stimmen im Kopf entfachen einen inneren Kampf. Einen Kampf, der sehr viel Kraft und Energie kostet und dessen Ausgang feststeht: Du fühlst dich mies, unsicher, wirst dir selbst immer weniger zutrauen und noch weniger Freude empfinden können. Du bist mit dir selbst unzufrieden, es fällt dir schwer dich und deine aktuelle Situation akzeptieren zu können. Du wehrst dich gegen das was ist und hoffst vielleicht, dass die Stimme, die dir versucht einzureden, dass alles gut ist, irgendwann gewinnen wird.

Wir bauen Stress ab, wenn wir auf unsere Gefühle und Bedürfnisse hören - Lebensfreude-Academy

Doch, solange du dich wehrst, wird sich dieser innere Konflikt nicht auflösen. Oder hast du schon einmal erlebt, dass sich ein Konflikt zwischen Kollegen oder Freunden einfach so aufgelöst hat, ohne dass sie miteinander gesprochen und ihre Meinungen ausgetauscht haben?

Akzeptiere dich, so wie du bist

Dich selbst zu akzeptieren, mit allem was zu dir gehört, bedeutet auch, dich damit zu akzeptieren, dass du im Augenblick keine Freude mehr empfinden kannst. 

Möglicherweise meldet sich schon gleich die Stimme in dir wieder, die sagt: „Aber das geht doch nicht!“ – Doch, das geht. Dafür ist es notwendig, den beiden Stimmen in dir die Möglichkeit zu geben, gehört zu werden. Und zwar mit allem, was sie zu sagen haben. Akzeptiere diese unterschiedlichen Anteile in dir, denn sie gehören beide zu dir. Wichtig ist nun, beide Teile ernst zu nehmen, beiden Teilen zuzuhören und sie miteinander in Kontakt treten zu lassen.

„Akzeptiere alles an dir – Ich meine alles!
Du bist du und das ist der Anfang und das Ende.
Kein entschuldigen, kein bedauern.“

– Clark Moustakas –

Stelle dir vor, du bist der Mediator und holst deine beiden inneren Anteile an einen Tisch. Beide dürfen vorbringen, was sie zu sagen haben, ohne dass der andere unterbricht. Finde einen gemeinsamen Nenner oder ein gemeinsames Ziel, das beiden Anteilen wichtig erscheint. So kommunizieren die beiden Anteile miteinander, um gemeinsam einen guten Weg für dich zu finden. Du holst die beiden Anteile in ein Boot und damit könnt ihr nun gemeinsam in die gewünschte Richtung fahren. 

Deine Kraft kehrt zurück, der innere Kampf ist beendet und auch deine Freude wird wieder mehr und mehr in dein Leben einkehren.

Keine Freude mehr, weil Gefühle unterdrückt werden

Wie bereits oben erwähnt, kann es auch an unterdrückten Gefühlen liegen, weshalb du keine Freude mehr empfinden kannst. Viele Menschen unterdrücken ihre Gefühle, weil sie Angst vor zu starken und intensiven Gefühlen haben. Sie befürchten, von ihren Gefühlen „überrollt“ zu werden und keine Kontrolle mehr zu haben. Dabei sind es nicht die Gefühle, die einen Schaden anrichten, sondern das, was viele unternehmen, um ihre Gefühle nicht spüren zu müssen, wie beispielsweise Ablenkungen durch zu hohen Alkoholkonsum, ständig wechselnde Sexualpartner, Computerspiele etc. Aber auch die Gefühle zu verdrängen, zu betäuben oder vor ihnen wegzulaufen schadet mehr, als es nützt und kann zu Depression, Ängsten und Krankheiten führen.

Deshalb trau dich, deine Gefühle wahrzunehmen. Welche Empfindungen tauchen in dir auf, wenn du in dich hineinhörst? Lasse deinen Atem dabei ruhig fließen. Versuche diese Empfindungen einem der folgenden Gefühle zuzuordnen: Trauer/Schmerz, Angst, Wut, Scham oder vielleicht ist sogar Freude dabei.

Lasse das Gefühl da sein. Spüre das Gefühl und atme dabei ruhig und gleichmäßig weiter und du wirst spüren, wie das Gefühl an Intensität verliert.

Beim ersten Mal, bei starken Gefühlen oder schwierigen inneren Anteilen empfehlen wir, dich bei diesem Prozess unterstützen zu lassen. Wir sind gerne für dich da.

Keine Freude mehr empfinden - das war gestern

Wenn du bemerkst, dass du keine Freude mehr empfinden kannst, hast du folgende Möglichkeiten:

1. Den Gedanken und der inneren Stimme lauschen

Nimm dir etwas Zeit für dich und beobachte deine Gedanken. Was sagen die Stimmen in deinem Kopf. Wenn es Stimmen gibt, die miteinander im Clinch liegen, führe eine „innere Mediation“ durch. Nimm deine inneren Anteile ernst, höre ihnen zu und finde mit allen Anteilen ein gemeinsames Ziel.

2. Gefühle und Bedürfnisse wahrnehmen

Trau dich, deine Gefühle zu spüren. Erlaube deinen Gefühlen da zu sein. Gefühle wollen gefühlt werden. Drücke sie nicht weg, mache sie nicht klein, sondern nimm sie einfach wahr. Atme dabei ruhig und gleichmäßig weiter. Du wirst spüren, wie es leichter wird und sich das Gefühl allmählich auflöst.

Mehr dazu erfährst du auch in unserem Glücks-Kurs.

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