Meditatives Gehen in der Natur, Felder, Wald, Nebel

Meditatives Gehen

Meditatives Gehen ist mehr als nur ein bewusster Spaziergang. Es ist ein Wahrnehmen mit allen Sinnen im Hier und Jetzt.

Wann hast du das letzte Mal, als du zu Fuß unterwegs warst,
deinen Weg ganz bewusst zurückgelegt?

Ich meine mit allen Sinnen wahrgenommen?

Das „meditative Gehen“ ist eine meiner Lieblings-Übungen. Egal, ob ich in der Natur spazieren gehe oder innerhalb der Stadt von A nach B unterwegs bin. Bei mir gibt es fast immer einen kürzeren oder längeren Moment des meditativen Gehens. Dabei nehme ich mich selbst und die Umgebung ganz bewusst wahr.

Meditatives Gehen - so geht´s

Komm mit auf meinen Spaziergang:

Es ist ein kühler Herbsttag. Warm eingepackt mit Mütze und Handschuhen gehe ich nach dem Mittagessen aus dem Haus, um ein wenig frische Luft zu schnappen, bevor es wieder an die Arbeit geht. Es ist bewölkt, ein kühler Wind weht mir um die Nase. Ich entscheide mich für den Weg, der ein Stück am Ortsrand entlangführt.

Nach wenigen Schritten nehme ich einen tiefen Atemzug. Die Luft ist kühl und riecht leicht nach Schnee. Der Wind bläst mir am Ortsrand eisige Luft entgegen. Ich nehme wahr, wie Nasenspitze und Wangen kälter werden. 

Auf dem Fußweg angekommen, schließe ich für einen kurzen Moment die Augen, um den Wind bewusst zu spüren und richte anschließend meine Aufmerksamkeit auf die Umgebungsgeräusche. Ich höre Straßenverkehr, lachende Stimmen einer Schülergruppe und das klopfende Geräusch eines Hubschraubers, der über mich hinweg fliegt. 

Mit allen Sinnen wahrnehmen, was da ist

Ich öffne die Augen wieder und richte zugleich meine Aufmerksamkeit auf meinen Körper. Dabei nehme ich bewusst wahr, wie sich mein Körper anfühlt: Die Beine, der Rücken, die Schultern… anschließend lockere ich die Bereiche, die sich etwas verspannt anfühlen und bleibe danach mit meiner ganzen Aufmerksamkeit bei meinen Füßen. Jeden Schritt mache ich bewusst und beobachte mich dabei: Anheben, bewegen, absetzen, Gewicht verlagern…

Unterstützende Affirmationen beim Meditativen Gehen

Ich spüre den Boden unter mir, der mich trägt. Nach wenigen Schritten ergänze ich meine bewussten Schritte mit dem inneren Wiederholen einer Affirmation. Je nachdem, was ich gerade brauche, sage ich mir: „Jeder Schritt gibt mir Kraft und Stärke“, an anderen Tagen vielleicht auch „Freude und Leichtigkeit“ oder „Liebe und Gesundheit“.

Ich bleibe ganz bei mir und nehme jeden Schritt bewusst wahr. Nach und nach stellt sich eine innere Ruhe und Zufriedenheit ein, die gleichzeitig einen wunderbaren Nebeneffekt hat: Du nimmst deine Umgebung viel deutlicher wahr. Die Umrisse werden klarer, die Farben intensiver…

Jeder noch so kurze Spaziergang wird zu einer Quelle der Erholung, wenn du ihn bewusst gehst. Dabei muss dieser Spaziergang noch nicht einmal unbedingt in der Natur sein. Selbst ein Weg in der Stadt wird, wenn du ihn auf diese Weise gehst, zu deiner Kraftquelle.

Probiere es selbst aus und nutze deine Mittagspause, deinen Weg zur Arbeit oder jeden sonstigen Weg, um heute das meditative Gehen für dich als Kraftquelle zu nutzen.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Herzliche Grüße
Sylvia

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6 Kommentare zu „Meditatives Gehen“

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  5. Hallo, ich wohne in einer Kleinstadt. Seit 3 Wochen gehe ich am frühen Morgen so langsam es geht über den Hauptplatz und die Stufen hinauf bis zu einer Kapelle. Dort verweile ich, bis ich dann den selben Weg wieder zurück nachhause mache. „Ich bin Gehen“, mehr nicht. Es ist total entspannend und ich komme mir fast vor, wie in Trance. Dass mich noch niemand angesprochen hat, finde ich total cool.

    1. Lieber Horst,
      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Das klingt wundervoll – und, wie du schreibst, entspannt dich das Gehen sehr. Das ist großartig.
      Ich nehme an, dass die Menschen, die dir begegnen das spüren und dich somit nicht stören.
      Alles Liebe für dich

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