Glücksgefühle ankern: Wie du Glücksgefühle bewusst verknüpfst und abrufbar machst - Lebensfreude-Academy

Glücksgefühle ankern und sie bewusst abrufbar machen

Stell dir vor, du hattest gerade ein super tolles Erlebnis. Du fühlst dich beschwingt, leicht und glücklich. Du bist mit dir und der Welt rundum zufrieden und könntest die ganze Welt umarmen. Voller Glücksgefühle eben. Wäre es jetzt nicht toll, diese Glücksgefühle ankern zu können, um sie bei Bedarf ganz einfach wieder abzurufen? 

Genau darum geht es in diesem Artikel: Wie du Glücksgefühle ankern und bewusst verknüpfen kannst, um sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder abrufen zu können, wenn du dich glücklich fühlen möchtest.

Das Glück ist schon da. Es ist in uns. Wir haben es nur vergessen und müssen uns lediglich wieder daran erinnern - Sokrates - Lebensfreude-Academy

Glücksgefühle ankern – was bedeutet das?

Ganz bestimmt hast auch du schon öfter Glücksgefühle geankert, ohne dass du es wusstest. Unbewusst machen wir das immer wieder. 

Sicherlich kennst du ein ähnliches Erlebnis: Du hörst ein bestimmtes Lied und bist von jetzt auf gleich richtig gut drauf. Vielleicht erinnert dich dieses Lied an deine Jugend, als du ausgelassen mit Freunden getanzt und Party gemacht hast. Aber selbst, wenn du dich nicht mehr genau an die Situation erinnerst, wirkt dieses Lied auf deine Stimmung und du bist einfach gut drauf.

Oder ein anderes Beispiel: Du riechst den Duft von frischgebackenem Käsekuchen und fühlst dich dabei sofort wohl, geborgen und willkommen. Der Duft verbindet dich mit der Erinnerung an deine Oma, an ihre liebevolle Umarmung und an ihren Käsekuchen, den sie immer gebacken hat, wenn du sie besuchen kamst.

Das sind Beispiele von unbewussten „Ankern“. Dabei werden äußere Reize mit bestimmten Reaktionen und Empfindungen verknüpft. Solche Anker beeinflussen unsere Gefühlszustände nahezu pausenlos. Nicht immer nur positiv. Doch dazu später mehr. 

Jetzt wollen wir uns zunächst einmal darauf konzentrieren, wie wir diese Verknüpfung von äußeren Reizen und inneren Reaktionen bewusst herstellen können, um uns besser zu fühlen.

Warum ist Gefühle ankern sinnvoll?

Glücksgefühle lassen sich nicht nur unbewusst, sondern auch ganz bewusst ankern. Bewusst gesetzte Anker können dann bei Bedarf wieder reaktiviert, oder um im Bild des Ankers zu bleiben „ausgeworfen“ werden, um gewünschte emotionale Zustände hervorzurufen. So kannst du dich beispielsweise mit solchen Glücksgefühl-Ankern selbst wieder aus einem Tief holen. Dafür ist es allerdings notwendig, dass du diese Glücksgefühle bereits im Vorfeld bewusst geankert hast.

Hier ein Beispiel: Susanne hatte Ärger im Büro. Sie ist frustriert und hat ziemlich miese Laune, als sie das Büro nach Feierabend verlässt. Sie weiß genau, wenn sie jetzt mit dieser Stimmung nach Hause kommt, wird der Abend Zuhause mit ihrem Lebenspartner vermutlich auch nicht harmonisch und so kaum zu ihrer Entspannung beitragen. Während sie so darüber nachdenkt, erinnert sie sich an ihren Glücksgefühle-Anker. Sie entschließt sich, diesen Anker „auszuwerfen“, um sich nicht länger ihrer schlechten Stimmung ausgeliefert zu fühlen. Sie nimmt ihr Handy und spielt ihre Glücks-Playlist. Das bringt sie schon mal in eine positive Grundstimmung. Gleichzeitig aktiviert sie einen bewusst am Körper gesetzten Anker, der sofort Glücksgefühle in ihr auslöst.

Was können Anker für Glücksgefühle sein?

Womit lassen sich solche Glücksgefühle ankern? Da gibt es viele verschieden Möglichkeiten. Wie oben schon beschrieben, eignet sich Musik wunderbar als Anker. 

Weitere Anker können auch Worte, Düfte, Gegenstände, Orte, Kleidungsstücke, Bilder und Filme aber auch bestimmte Jahrestage sein. 

Wenn wir hier vom bewussten „Anker setzen“ sprechen, verknüpfen wir zusätzlich einen kinästhetischen, also körperlichen Anker mit der inneren Reaktion. Das heißt, hier wird als äußerer Reiz Druck an einer vorher ausgesuchten Körperstelle ausgeübt. 

Wie du siehst, gibt es eine große Auswahl an äußeren Reizen, die sich als Glücksgefühle-Anker nutzen lassen.

So kannst du Glücksgefühle ankern

Wie aber lassen sich Glücksgefühle nun ganz konkret ankern? Indem wir eine neurologische Verknüpfung zwischen einem Reiz, der von außen kommt und einer inneren Reaktion herstellen. 

Eine solche neurologische Verknüpfung stellst du beispielsweise her, wenn du in diesem glücklichen Moment ganz präsent bleibst und mit allen Sinnen achtsam wahrnimmst, was in diesem Moment gerade da ist:

  • Was riechst du?
  • Was schmeckst du?
  • Was siehst du?
  • Was hörst du?
  • Was fühlst du?

Öffne deine Sinneskanäle. Nimm alles ganz bewusst wahr. Erzeuge eine tiefe Intensität deines Glücksgefühl und dann ankere dieses Glücksgefühl indem du dir auf eine vorher ausgewählte Körperstelle drückst, dir eine bildliche Vorstellung suggerierst oder ein Geräusch erzeugst, wie beispielsweise den Ton einer Klangschale. 

So verknüpfst du deinen Glücksmoment und alle dazugehörigen Empfindungen mit einem äußeren Reiz, den du für dich ausgewählt hast. So kannst du dieses Glücksgefühl zu jeder Zeit wieder herbeiführen, sobald du den Reiz gezielt auslöst. Beispielsweise bei Druck auf die geankerte Körperstelle, bei Vorstellung des inneren Bildes oder dem verknüpften Geräusch.

Auch nachträglich lassen sich für bestimmte Gefühlszustände Anker setzen. Hierbei greifen wir einfach auf eine bereits bestehende Erfahrung zurück, in der wir uns glücklich gefühlt haben und verknüpfen diese mit einem bewusst gewählten Reiz.

Weitere Gefühls-Anker

Zu Beginn des Artikels habe ich es bereits erwähnt, dass wir uns meist unbewusst und absolut automatisch Gefühls-Anker setzen. Diese Gefühls-Anker sind aber nicht immer nur positiv. 

Leider funktioniert das mit den Ankern auch in umgekehrten Sinne. Manche Anker machen uns traurig, lassen uns ohnmächtig fühlen oder sogar ärgerlich und wütend werden. Ein Beispiel dafür sind sogenannte „Reizwörter“. Besonders häufig finden sich diese in Paarbeziehungen. Das sind dann diese Wörter, die dich oder deinen Partner sofort auf die Palme bringen, wenn einer von euch beiden es ausspricht. 

Traurige Anker sind oftmals auch Lieder, die dich an eine verflossene Liebe oder verpasste Chancen erinnern. All das sind ebenfalls unbewusste Anker, die deinen Gefühls-Zustand von jetzt auf gleich verändern. 

Überprüfe doch mal selbst, welche „Anker“ es in deinem Leben bereits gibt. Welche Zustände lösen diese Anker bei dir aus? Denke dabei zum Beispiel an Lieder, Filme, Bücher, Gerüche, Gegenstände, Kleidungsstücke, Orte, aber auch an Jahrestage. 

Notiere dir doch einfach mal, welche Anker bei dir gute und welche Anker negative Gefühlszustände auslösen.

Ungünstige Anker auflösen

Um einen negativen Anker aufzulösen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Bei schwerwiegenden und tiefsitzenden negativen Ankern empfehlen wir dir unbedingt Unterstützung bei einem Coach oder Therapeuten zu holen.

Oberflächliche ungünstige Anker dagegen, kannst du mit einem Gegenanker auflösen. Das heißt, du brauchst einen positiven Anker, der mindestens genauso stark oder besser noch stärker ist als der Anker, den du auflösen möchtest. Diese beiden Erfahrungsanker „feuerst“ du gleichzeitig ab und lässt sie kollabieren. So wird der negative Anker überschrieben. Sollte der positive Anker dabei nicht intensiv genug gewesen sein, kann es dazu führen, dass im ersten Moment zwar noch die negative Reaktion auf den äußeren Reiz folgt, dann aber sofort die zweite und positive Reaktion ausgelöst wird. Es wird also auf jeden Fall positiv 😊.

Deshalb solltest du Glücksgefühle ankern

„Damit du dich möglichst oft glücklich und zufrieden fühlen kannst.“

Mit dem Glücksgefühle ankern kannst du dich immer wieder ganz bewusst in eine positive Stimmung bringen. Achte doch ab heute ganz bewusst auf deine glücklichen Momente und ankere sie dir.

So kannst du dich selbst immer wieder in einen positiven Zustand bringen 😊.

Wenn du in deinem Leben negative Anker entdeckst hast, die du gerne auflösen möchtest, sprich uns an. Wir unterstützen dich gerne dabei.

Alles Liebe
Sylvia & Michael

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