Ich kann nicht mehr
Tom ist 46 Jahre alt. Er liebt seine Frau. Er liebt seine beiden Kinder. Und trotzdem fühlt er sich, als würde er jeden Tag ein Stück mehr verschwinden. Wenn er nach Hause kommt, ist da keine Freude mehr. Kein Ankommen. Nur noch der Wunsch nach Ruhe. Und gleichzeitig dieses nagende Gefühl: Ich bin nicht genug. Ich gebe zu wenig. Ich verliere die Kontrolle. Ich kann nicht mehr!
Die Verantwortung lastet schwer auf seinen Schultern. Arbeit. Familie. Erwartungen. Alles zieht und zerrt an ihm und nichts mehr nährt ihn.
Wie alles begann
Am Anfang war es nur Müdigkeit. Ein paar Abende, an denen Tom schneller gereizt war. Weniger Geduld. Weniger Lachen. Er redete sich ein, dass das normal sei. Eine stressige Phase eben. Viel Arbeit. Zwei Kinder. Verantwortung.
Doch aus Tagen wurden Wochen. Aus Wochen Monate. Und die Erschöpfung blieb – selbst nach freien Tagen und auch nach dem Urlaub. Und irgendwann kam dieser Satz immer öfter in ihm hoch: „Ich kann nicht mehr.“
Er sprach ihn nicht aus, denn das wollte er nicht. Er wollte ja seine Frau nicht verunsichern. Aber dennoch war „Ich kann nicht mehr“ ständig präsent und deutlich spürbar.
Wenn Erholung keine Erholung mehr ist
Seine Frau bot ihm an, mit beiden Kindern für einen ganzen Tag zu einer Freundin zu gehen. Tom sollte Zeit bekommen – nur für sich. Ein Geschenk nur für ihn. Ruhe. Freiheit. Entlastung.
Doch als sie abends zurückkam, war Tom nicht erholt. Ganz im Gegenteil: Er fühlte sich leer und noch erschöpfter als zuvor. Nichts hatte ihm Freude bereitet. Kein Hobby. Kein Nichtstun. Kein Ablenken. Das machte ihn wütend und ungehalten und er suchte den Grund dafür zunächst bei seiner Frau und den Kindern.
Seine Gedanken drehten sich im Kreis. Denn er spürte, dass weder seine Frau noch seine Kinder dafür verantwortlich waren. Es beunruhigte ihn, dass ihm selbst Ruhe nicht mehr half.
„Ich kann nicht mehr und will weg“ – wenn Fluchtgedanken auftauchen
Tom wollte raus. Nicht aus seiner Familie, sondern aus diesem Zustand. Alles wurde ihm zu viel. Die Anforderungen im Job, die Verantwortung als Vater und auch die Nähe zu seiner Frau, die er eigentlich so sehr liebte.
Manchmal flüchtete er sich in Computerspiele. Doch selbst das machte keinen Spaß mehr. Auch der Griff zum Alkohol brachte keine Erleichterung. Im Gegenteil: Danach war die Leere noch größer.
Was blieb, war Scham. Und die Frage: Was stimmt nicht mit mir?
Familienerschöpfung:
Wenn Liebe und Überforderung gleichzeitig da sind
Viele Menschen glauben, es gibt nur das eine oder das andere: Entweder sie lieben ihre Familie oder sie empfinden die Familie als Ballast, was gleichzeitig Überforderung bedeutet. Und wenn man liebt kann das doch nicht überfordern, oder?
Doch die Wahrheit ist: Beides kann gleichzeitig existieren.
Familienerschöpfung und der Gedanke „Ich kann nicht mehr“ entsteht oft genau dort, wo Menschen zu lange stark waren. Zu viel Verantwortung übernommen haben. Zu lange funktioniert haben. Diese Menschen stellen ihre eigenen Bedürfnisse oft hintenan. Auch wenn das von außen oftmals nicht so gesehen wird. Doch meistens werden die wahren Bedürfnisse überhaupt nicht geäußert – manchmal sind ihnen diese noch nicht mal bewusst. Stattdessen suchen sie nach Ablenkung und Schlupflöchern, um der Überforderung zu entgehen. So war es auch bei Tom.
Der Moment, der alles veränderte
Ein Kumpel hörte Tom zu – ohne Ratschläge und ohne Bewertungen. Im Anschluss sagte er nur: „Ich kenne das! Und ich habe mir Hilfe geholt.“
Tom zögerte. Und buchte dann doch ein Orientierungsgespräch bei mir. Was dort passierte, war unspektakulär und gleichzeitig tiefgreifend… Er erzählte mir später, dass er sich in seiner Komplexität gesehen und verstanden fühlte. Und er zum ersten Mal nicht das Gefühl hatte, sich erklären oder rechtfertigen zu müssen.
Warum Beziehungscoaching in diesen Situationen so viel verändert
Nach dem Orientierungsgespräch erzählte Tom seiner Frau davon. Und gemeinsam entschieden sie sich für ein Beziehungscoaching. Es war nicht immer leicht. Es zeigten sich alte Verletzungen, Missverständnisse wurden aufgedeckt und oftmals löste das tiefe Emotionen aus.
Doch sie lernten:
- wo sie innere Konflikte gegeneinander ausgetragen hatten,
- warum Vorwürfe oft unerfüllte Bedürfnisse sind,
- wie sie sich selbst besser spüren können, statt sich zu verlieren.
Gemeinsam entwickelten sie außerdem Werte, die ihnen Halt geben und gleichzeitig mehr Freiraum schenken.
Und heute: weniger Funktionieren, mehr Leben
Heute blickt Tom dankbar zurück. Nicht, weil alles perfekt ist, sondern weil er wieder atmen kann. Er kann wieder für seine Familie da sein, ohne sich selbst dabei zu verlieren.
Dein nächster Schritt – raus aus der Erschöpfung
Wenn du dich in Toms Geschichte wiedererkennst –
wenn du liebst, aber nicht mehr kannst –
wenn du funktionierst, aber innerlich müde bist …
Dann lade ich dich herzlich zu einem kostenlosen Orientierungsgespräch ein.
In diesem Gespräch schauen wir gemeinsam, wo du gerade stehst, sortieren das innere Chaos und finden heraus, was dir und eurer Beziehung wirklich helfen kann.
Du musst da nicht alleine durch. Und du musst auch nicht erst „zusammenbrechen“, um dir Unterstützung zu erlauben. Buche dir jetzt dein erstes kostenloses und unverbindliches Orientierungsgespräch mit mir und finde zurück zu mehr Kraft, Verbindung und echter Lebensfreude. Ich freue mich auf dich.
Alles Liebe
Deine Sylvia
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