23. Glücksmoment aus dem Lebensfreude-Academy-Adventskalender

23. Türchen – Ärger auflösen

Übung für mehr Gelassenheit - Teil 3

Hast du dir die Zeit genommen und Teil 1 und Teil 2 der Übung gemacht?

Wenn du die ersten beiden Teil-Übungen gemacht hast, sind dir deine Erwartungen bewusst geworden und du konntest sehr wahrscheinlich auch einen Teil davon loslassen. Das war auf jeden Fall eine gute Vorbereitung für die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage 😉. So wird es dir nun möglich sein, anders zu reagieren, wenn etwas nicht ganz so läuft, wie geplant. Es wird dir leichter fallen, auch andere Optionen zuzulassen.

Nie mehr aufregen?

Natürlich bedeutet das nicht, dass du nun davor gefeit bist, dich nicht mehr zu ärgern oder aufzuregen. Diese Erwartung, bitte ich dich, auch gleich wieder loszulassen. Doch, für den Fall, dass du dich ärgern musst oder gar wütend wirst, haben wir heute für dich den 3. Teil der Übung  😉

Bei dieser Übung geht es darum, den Ärger zuerst einmal wahrzunehmen, um ihn dann zu verwandeln und aufzulösen. 

Bevor wir jedoch zur Übung kommen, haben wir hier noch eine kleine Zen-Geschichte für dich:

Das leere Boot

Ein Schüler fragte seinen Meister, wie er besser mit Zorn umgehen könne.

Der Zen-Meister antwortete: „Stell dir vor, es ist ein nebliger Tag. Du bist mit deinem Boot draußen auf dem See. Durch den Nebel kannst du kaum etwas erkennen. Bis plötzlich ein anderes Boot durch die Schwaden genau auf dich zukommt.

Du wirst zornig. Du denkst: Na so ein Arsch, ich habe erst gestern mein Boot neu angestrichen…! Und schon kracht das fremde Boot in deins hinein. Du kannst die frische Farbe, die du gestern so mühevoll aufgetragen hast, geradezu abblättern hören. Zorn!

Dann schaust du genauer hin und siehst: Das andere Boot ist leer. Niemand drin. Niemand, der dich absichtlich gerammt hat.



Dein Zorn verfliegt. Du seufzt und denkst: Ach was soll´s, dann muss ich demnächst eben nochmal streichen. Die Sache ist für dich gelaufen.“

Der Zen-Meister fuhr fort: „So ist es mit allem im Leben und mit allen Menschen, denen du begegnest: Es ist, als würden wir von einem leeren Boot gerammt werden.“

Der Schüler sagte: „Hmm, da ist was dran. Aber selbst, wenn ich sehe, dass das Boot leer ist: Ich werde erst einmal die ganze Welt verfluchen und mir einfach vorstellen, es säße jemand in dem Boot, der mir absichtlich schaden will.“

Da antwortete der Meister: „Wohl wahr. So ticken wir Menschen. Doch je mehr wir übern, umso leichter können wir uns beruhigen und sehen, wie lächerlich und nutzlos es doch ist, an Zorn festzuhalten. Schuld ist immer das leere Boot.

Du, dein Ärger und Zorn

In den seltensten Fällen sind die Dinge, die dich ärgern, beabsichtigt und nur da, um dir zu schaden. In den seltensten Fällen ist es persönlich gemeint. Und so manche Aussage hat mehr mit dessen Absender zu tun als mit dir. In diesem Fall besteht der „Trick“ darin, das Boot, also die Aussage als „leer“ anzusehen.

Atemübung, um Ärger aufzulösen

Wenn du spürst, dass Ärger in dir hochkommt und du vielleicht sogar erste körperliche Symptome wahrnimmst, wie Anspannung, Schwitzen, Herzklopfen…, dann zähle innerlich auf 10 und beobachte deinen Atem. Vermutlich geht er recht kurz und flach. Auch wenn es dir schwierig erscheint, atme doppelt so lange aus, wie ein. Konzentriere dich so lange auf deinen Atem, insbesondere auf das „doppelt so lange Ausatmen“ bis du spürst, wie du ruhiger wirst und dein Ärger verfliegt 😊

Probiere die Übung doch einfach gleich schon mal aus, damit du die Wirkung der Übung kennenlernst. Dann klappt es, wenn du die Übung wirklich brauchst auch gleich viel besser. 😉

Wir wünschen dir viel Spaß beim Üben und bei den letzten Vorbereitungen für den Heiligen Abend.

Hab einen wunderschönen Tag 😊

Herzliche Grüße
Sylvia & Michael

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